Ausgabe 02/21

Rind im Bild

Liebe Mitglieder,

das laufende Jahr stellt die rinderhaltenden Betriebe vor immer neue große Herausforderungen. Die Corona-Pandemie zeigt Auswirkungen im Alltag und bei unseren züchterischen Aktivitäten – keine Rinderschauen, keine Präsenzveranstaltungen, keine Züchterabende und keine Herbst- und Frühjahrsversammlungen. Das vermissen wir alle.

Die RSH eG hat viel unternommen, um ihre Mitglieder auch in dieser Krisensituation im Rahmen der vorhandenen und alternativen Möglichkeiten zu unterstützen. Unsere Videokonferenzen zu aktuellen Themen der Rinderzucht, die Kreisvereinsversammlungen via Zoom und letztlich auch unsere Vertreterversammlung als Online-Meeting waren sehr gut besucht und sind sicher auch für die Zukunft ein wichtiger Baustein in unserer Kommunikation mit Ihnen.

Der Milchmarkt scheint sich aktuell etwas zu erholen, trotzdem ist die Zukunftsplanung für alle Rinderhalter schwierig abzusichern und zu kalkulieren. Im laufenden Geschäftsjahr entwickeln sich die Besamungszahlen leicht rückläufig. Die Zuchtviehvermarktung ist nach wie vor angespannt. Auktionen unter Corona-Bedingungen und die nach wie vor erheblichen Probleme in der Abwicklung von Exporten beeinflussen dieses Geschäftsfeld nicht gerade positiv. Die Nachfrage nach guten Zuchttieren ist stabil, aber niemand weiß, was die nahe Zukunft an Einschränkungen und zusätzlichen Auflagen im Transportbereich bringt. Die Anpaarungsberatung und die Nachzucht-bewertungen und Kuheinstufungen wurden angepasst, um unnötige Risiken bei der Covid19-Pandemie zu vermeiden.

Die PhönixGroup hat die Arbeit am gemeinsamen Zuchtprogramm aufgenommen. Mit verbandsübergreifenden Aktionen und einem überragenden Spermaangebot durch den intensiven Spermaaustausch zwischen den Partnern ist der Grundstein für eine erfolgversprechende Entwicklung in die Zukunft gelegt, der nun weiter auszubauen ist. Auf nationaler Ebene wurde der RZG neu konzipiert, der jetzt auch die Gesundheitszuchtwerte und Kälberfitnesszuchtwerte berücksichtigt und das Zuchtziel nachhaltig beeinflussen wird.

Das Jahr 2021 wird weitere Veränderungen bringen. Nach fast 30 Jahren in den Gremien und zuletzt als Vorstandsvorsitzender, ist Knud Detlef Andresen als Vorsitzender und Vorstandsmitglied mit der Vertreterversammlung ausgeschieden. Unter seiner Verantwortung wurden zahlreiche neue Schritte entwickelt und etabliert, die die RSH zu einem vorzüglichen Dienstleister und Genetik-Lieferanten für ihre Kunden gemacht haben. Seinem Nachfolger wünschen wir viel Erfolg im neuen Amt als Vorstandsvorsitzender. Wir hoffen, dass die Corona-Krise Deutschland, unsere Mitglieder und unsere Mitarbeiter verschont und bald wieder einen normalen Tagesablauf, barrierefreies Arbeiten und Präsenzveranstaltungen zulässt.

Unser Ziel ist es, trotz vieler Unwägbarkeiten optimistisch mit Ihnen in die Zukunft zu sehen. Wir wollen nachhaltig versuchen, alle Möglichkeiten der Verbesserung der Zuchtprogramme, der Optimierung des Besamungs- und Vermarktungsangebotes und die Intensivierung unserer Dienstleistungsangebote wie SVN-Optipro, der SVN-Spermavermarktung, der Anpaarungsberatung und des Repro-Services umzusetzen. Bei allen Herausforderungen haben wir das Ziel, Ihnen durch unsere Dienstleistungsangebote und unsere Produkte als starker Partner zur Verfügung zu stehen. Bleiben Sie gesund!

Matthias Leisen, Geschäftsführer RSH eG

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