Ausgabe 03/20

Rind im Bild

Liebe Mitglieder,

das nun zu Ende gehende Geschäftsjahr hat die rinderhaltenden Betriebe vor große Herausforderungen gestellt. Die Corona-Pandemie hat ihre Spuren auch in der Landwirtschaft hinterlassen. Der Milchmarkt wirkt verunsichert, Schlachttier- und Kälberpreise sind in Turbulenzen geraten. Die gesamte Situation hat die Zukunftsplanung schwieriger und unkalkulierbarer gemacht. Mittlerweile kommen wir Schritt für Schritt in eine neue Normalität. Trotzdem ist bei unserem Handeln Vorsicht geboten. Wir vermissen Tierschauen, Züchterabende und Veranstaltungen wie die Norla, hoffen aber, dass wir mit den vorhandenen angebotenen Alternativen unsere Mitglieder auch in Zukunft im Rahmen der Möglichkeiten als bevorzugter Dienstleister und Zuchtproduktlieferant auf dem Laufenden halten können.

Die gesamten Rahmenbedingungen, sei es Düngeverordnung oder auch Covid-19, haben dazu geführt, dass sich die Zahl der Milchkuhhaltungen weiter deutlich reduziert hat. Neben Betriebsaufgaben sind Betriebe auch dabei, ihre Tierzahlen anzupassen, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Da- durch haben wir einen deutlichen Rückgang bei den Besamungszahlen zu verzeichnen. Die Zuchtviehvermarktung, insbesondere der Export, konnte das Vorjahrsniveau nicht ganz halten, da neben den immer wiederkehrenden Diskussionen zu Tiertransporten zusätzliche Covid-19 bedingte Beschränkungen zu beachten waren, die mittlerweile zum größten Teil aufgebhoben sind.

Trotz dieser Umstände gilt es, positiv in die Zukunft zu sehen. Nach Einführung der Gesundheitszuchtwerte wird ab August 2020 der neue RZ€ veröffentlicht. Hiermit wird der Euro-Gewinn-Unterschied im Vergleich zu einer durchschnittlichen Kuh, bezogen auf das produktive Leben dargestellt. Die Selektion nach „RZ€“ sichert für die meisten Betriebe den maximalen Zuchtfortschritt bezüglich Wirtschaftlichkeit der Milchproduktion.

Wir hoffen, dass die Corona-Krise unsere Mitarbeiter weitergehend verschont und bald wieder einen normalen Tagesablauf und barrierefreies Arbeiten zulässt. Da nach dem 01. September 2020 bei der RSH eG Vertreterwahlen anstehen und wir hierbei auf „Nummer sicher“ gehen möchten, werden wir diese erstmalig in Form einer Briefwahl durchführen. Ob und in welcher Form wir unter den derzeitigen Hygieneregelungen unsere Informationsveranstaltungen im Herbst durchführen können, hängt auch stark von der weiteren Entwicklung der Covid-19 Pandemie und den gültigen Auflagen ab.

Über unsere Aktivitäten werden wir Sie zeitnah auf unserer Homepage, Facebook und auf den monatlichen Rechnungen informieren. Die RSH eG hat sich für das nächste Geschäftsjahr viel vorgenommen. Ein überragendes Bullenangebot, das wir gemeinsam mit unseren Partnern zusammengestellt haben, garantiert Ihnen in allen Rassen größtmöglichen Zuchtfortschritt. Unser besonderes Augenmerk gilt der Entwicklung und Umsetzung der Zuchtprogramme und Dienstleistungen der RSH eG für ihre Mitglieder im Bereich der Besamung und Zuchtviehvermarktung.

Neben der Optimierung des Besamungs- und Vermarktungsangebotes werden wir intensiv an der Weiterentwicklung unserer Dienstleistungsangebote arbeiten, um als starker Partner an Ihrer Seite zu stehen. Bleiben Sie gesund!

Matthias Leisen
Geschäftsführer

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