Kommentar zur ZWS April 2021

Zuchtwertschätzung April 2021 bringt super Ergebnisse für RSH-Bullen

Neues zur April-Zuchtwertschätzung

Mit der April-Zuchtwertschätzung (ZWS) erfolgt routinemäßig die jährliche Basisanpassung, deren Grundlage die Informationen der vier bis sechs Jahre alten Kühe beinhaltet und die dem Datenmittel der aktuellen Kuhpopulation entspricht. Die Basis für alle Zuchtwerte (ZW) im Jahr 2021 bilden Kühe der jeweiligen Rassen geboren 2015-2017 mit Eigenleistung in den betreffenden Merkmalen (vorher 2014-2016). Die Auswirkungen der Basisanpassung zeigt die folgende Tabelle:

04-2021

Holstein Red Holstein

Angler

DN

RZM

-3,0

-2,8

-1,9

-0,9

RZS

-1,3

-1,0

-0,4

-0,4

RZE

-3,4*

-3,5*

-2,4

-0,7

RZN

-1,8

-1,7

-1,1

0,1

RZR

0,4*

1,2*

-1,9

0,1

RZKm

-0,8

-0,1

-0,7

0,4

RZKd

-0,4

-0,7

0,0

0,2

RZGesund

-4,3*

-4,0*

 

 

RZKälberfit

-0,9

-1,0

-0,9

-0,9

RZD

-0,1

-0,2

0,3

0,1

RZG

-6,1*

-5,7*

-3,0

-1,0

RZEuro

-162*

-145*

 

 

Negative Werte bedeuten Zuchtfortschritt, da die neue Basis höher ist als die bisherige
*) SBT/RBT: keine fixe Auswirkung der Basisanpassung da gleichzeitig methodische Änderungen

Während es insgesamt bei den jährlich zu erwartenden Veränderungen blieb, gab es bei den Rassen Holstein und Red Holstein die größten Schwankungen. Ein Zuchtfortschritt von +6,1 bzw. +5,7 RZG-Punkten sowie +162 bzw. +145 Punkte im RZ€ stehen zu Buche. Diese deutlichen Veränderungen lassen sich nicht nur durch die eine neue Basis erklären, sondern sind zum Teil auch in der Umstellung der RZG-Berechnung begründet. Aber dazu an anderer Stelle in dieser Ausgabe mehr.

Töchtergeprüfte Holsteins - in der Topliste stark vertreten

Bei den töchtergeprüften Holstein-Vererbern ist die ZWS mehr als erfreulich ausgefallen, es konnten sich gleich fünf RSH-Bullen in den Top 40 platzieren. Neben den „Altmeistern“ Seaside und Magoo sind es die neuen Bullen Messenger, Metaxa und Avicii, denen etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken ist.

Messenger (144 RZG), der Missouri-Sohn aus der dänischen Mega-Bullenmutter Bynke Myself VG-87, ist hinsichtlich der Körpermerkmale und der Melkbarkeit etwas gezielter anzupaaren. Er gilt als sicherer Färsenbulle und ist darüber hinaus ein überragender Bulle für alle Gesundheitsmerkmale (RZGesund 126), als auch für Kälberfitness (114). Ihm folgt mit einem RZG-Punkt weniger Metaxa, ein weiterer Missouri-Sohn, der aus der exterieurstarken Kuhfamilie der Mogul-Tochter Farnear-TBR-BH Google EX-93 stammt und auf der niederländischen Interbull-Liste sogar auf Platz zwei rangiert. Metaxa überzeugt neben guter Milchleistung bei hohen Inhaltsstoffen zudem mit leichtem Kalbeverlauf und hoher Kälberfitness. Bei der Anpaarung sollte die Beckenneigung beachtet werden. Ansonsten beschert ihm sein funktionelles Exterieur einen RZRobot von 128.

Avicii ist mit 142 RZG der höchste Araxis-Sohn Deutschlands und sollte auf leistungsstarke Tiere zur Verbesserung der Milchinhaltsstoffe eingesetzt werden. Neben den hohen Werten für Töchterfruchtbarkeit und RZGesund gefallen seine mittelrahmigen, breit gebauten Töchter mit super Eutern und lassen die Nachfrage wieder anziehen. Ebenfalls neu im Angebot ist der Silver-Sohn Sambuca aus der Familie von Whittier-Farms Lead Mae EX-95. Seine spätreiferen Töchter verfügen über abfallende Becken, solide Fundamente und hohe Hintereuter bei mittlerer Eutertiefe. Neben guten Fettprozenten punktet er für die Merkmale Stoffwechselstabilität und Reproduktion.

Während alle anderen Bullen aus dem Dezember-Angebot stabil blieben und sich nur im Bereich der Basisanpassung veränderten, konnte sich Trans-Am sich mit über 200 Töchtern mehr im ZW um +3 Punkte verbessern. Seine Zuwächse sind durch gesteigerte Werte für RZE, RZR, vor allem aber durch den hohen RZGesund zu erklären.

Genomische Holsteins - Top-Niveau wie noch nie zuvor

Ein Blick in die Topliste der genomischen Vererber verrät, wie stark die Konkurrenz um den beliebten „Platz an der Sonne“ mittlerweile geworden ist. Die Bullen der Top 30 sind allesamt mit 160 gRZG und höher ausgestattet. Doch RZG ist nicht alles. Sind es häufig die kleinen, aber feinen Unterschiede, die die Vermarktungsfähigkeit eines Bullen ausmachen und die Nachfrage steuern.

Auch in dieser Rubrik hat die RSH mit Hunting, Megabyte und Moonwalker (alle 160 gRZG) drei richtig heiße Eisen im Feuer, die auch als Bullenväter eingesetzt werden.

Hunting ist einer der ganz wenigen Honda-Söhne in Deutschland und wurde vom Betrieb der Rinderzucht Kaack GbR in Mözen gezüchtet. Dieser Bulle verkörpert einmal mehr die Qualitäten seiner Kuhfamilie (D-Stamm) auf eindrucksvolle Weise und kombiniert hohe Leistung mit super Exterieur, bei dem die Eutervererbung (139) noch hervorsticht. Lediglich die Melkbarkeit und vereinzelt auch die überdurchschnittliche Rahmenvererbung gilt es bei der Anpaarung zu beachten. Megabyte und Moonwalker sind die höchsten Merryguy-Söhne in Deutschland, die vom Vererbungsmuster allerdings etwas unterschiedlich sind. Moonwalker ist mit +2574 der höchste RZ€-Bulle der RSH und besticht durch extreme Milchmenge mit positiven Inhaltsstoffen (+176 kg Fett & Eiweiß), durch solide Gesundheitszuchtwerte, sowie durch beste maternale Kalbeeigenschaften. Im Bereich der Kälberfitness ist er durchschnittlich und die Platzierung der Striche ist etwas weiter innen, wodurch er als idealer Anpaarungspartner für die vielen Blacklist-Töchter im Land qualifiziert. Megabyte, von Heiko & Christine Wendell-Andresen aus Beringstedt gezüchtet, zeigt sich ähnlich leistungsstark. Allerdings ist er seinem Halbbruder im Exterieur, hier vor allem im Euter (133), und in den Gesundheitsmerkmalen überlegen.

Der Expansion-Sohn Express stammt aus einer eiweißstarken Styx Red-Tochter von Ingwer-Martin Carstensen in Lütjenholm, die wiederum eine Schwester zu Avicii ist. Dieser Bulle bietet alles, was heutzutage immer mehr gefragt ist: Hoher RZGesund (130), mittlerer Rahmen, sehr gute Mobilität, hohe Euter mit längeren Strichen und optimaler Platzierung. Hinzu kommt noch seine Färsentauglichkeit. Baseball und Gosling konnten leicht zulegen bzw. stabil bleiben, was auch für Brandung P und Game P RDC gilt. Beide Bullen erfreuen sich als Alternative für die Hornloszucht nach wie vor großer Beliebtheit auch außerhalb Schleswig-Holsteins.

Töchtergeprüfte Red Holsteins -Effektiv setzt neue Maßstäbe

Bei den Red Holsteins kommt die neue #1 aus den Ställen der RSH. Die Rede ist von Effektiv, der Effort-Sohn aus den Aikos, der das Verfolgerfeld deutlich auf Abstand hält. Zudem ist er mit 145 RZG nicht nur Listenführer der deutschen Topliste, sondern hat diesen Platz auch auf der Interbullliste eingenommen!

Mit über 150 Töchtern mehr im ZW konnte er der Basisanpassung trotzen und sich im Vergleich zur Dezember-ZWS um +2 RZG-Punkte steigern. Zudem ist er der höchste Bulle für RZGesund (120) in der Topliste und zählt auch für RZE und RZ€ zu den absoluten Spitzenkräften. Diese Qualitäten lassen ihn auch auf holländischer Basis mit Platz 11 sehr weit oben rangieren. Kein Wunder also, dass die Nachfrage nach diesem Bullen hoch ist und sich sicher noch weiter steigern wird.

Neu im Angebot ist der Bulle Blow Red. Der Brekan-Sohn aus derselben Familie wie Effektiv, ist ein guter Milchmengenvererber mit mittleren Gesundheits-ZW. Seine Stärken liegen eindeutig im Exterieur. Vor allem die Körpermerkmale gilt es hervorzuheben. Viel Breite und Stärke sowie optimal gelagerte Becken mit überdurchschnittlicher Breite machen ihn zu einem beliebten Anpaarungspartner. Auch der Diskussion von zu steilen Beinen kann er entgegenwirken und vererbt zudem längere Striche und sehr gute Melkbarkeit.

Bullen wie Atomic PP und Red Impact haben erst wenige Töchter im ZW vereint, sodass hier die Entwicklung bis August-ZWS abzuwarten bleibt. Einziger Wehrmutstropfen ist und bleibt der Bulle Argus P, der aufgrund der knapperen Melkbarkeit nicht ins Angebot kommt. In Deutschland auf Platz 4 platziert, lassen ihn seine Qualitäten hinsichtlich Leistung und Eutervererbung auf holländischer Skala sogar auf Platz 1 wiederfinden.

Genomische Red Holsteins - Abwechslung wichtiger denn je

Auch in der Topliste der genomischen Red Holstein Vererber ist die RSH mit sieben Bullen gut vertreten. Die Dominanz des Bullenvaters Solitair P ist schon beachtlich, stammen doch 20 Bullen der Top 50 von ihm ab und verdeutlichen die Notwendigkeit nach mehr genetischer Abwechslung. Doch die kann die RSH bieten!

Sandro P ist der höchste Solito Red-Sohn in Deutschland und stammt aus der Zucht von Andreas Bewersdorff, Bockhorn. Auf der Mutterseite sind Töchter von Pace Red, Milford-P und Long-P zu finden, die diesen Bullen weiter interessant machen. Sandro P vererbt hohe Inhaltsstoffe, hohe Werte für alle Gesundheitsmerkmale und mit 149 Punkten ein sensationelles Exterieur. Sein Hornlos-Gen macht ihn zusätzlich zu einem sehr beliebten Bullenvater.

Der Milchmengenvererber Matti Red, sein Sohn des Marsden P aus Styx Red, konnte seine ZW weitestgehend bestätigen und überzeugt nach wie vor durch optimale Becken, korrekte Fundamente mit hoher Klauengesundheit und durch sehr gute Eutermerkmale.

Astronaut (AltaAltuve x Apprentice x Delta) geht zurück auf keine geringere als „Apple EX-96“! Bei mittlerer Milchmenge und positiven Inhaltsstoffen qualifizieren ihn vor allem sein hoher RZGesund (126) und sein RZRobot (121) für einen breiten Einsatz.

Von den Solitair P-Söhnen der RSH ist Sony Red, aus einer Styx Red-Mutter, nach wie vor der Höchste und punktet mit super Exterieureigenschaften (139 RZE), hoher Gesundheit und Kälberfitness. Er ist für Färsenbesamungen geeignet. Gleiches gilt für Smokey P (Solitair P x Styx Red) aus der Zucht von Lars Reimers, Westerhorn, der neben seinem Hornlosgen auch für Roboterbetriebe (128 RZRobot) eine Alternative ist. Mit Spectre PP kommt ein neuer homozygot hornloser Bulle aus der „Lila Z-Familie“ von Bernd Ellerbrock, Westerau, ins Angebot. Bei hoher Milchmenge fallen die Inhaltstoffe etwas knapper aus, aber die Werte für Kapazität, Euter und Melkbarkeit sind nicht außer Acht zu lassen.

Deutsches Rotvieh - Breites Angler-Angebot für jeden Geschmack

Mit einem RZG von 137 steht der VR Cigar-Sohn Riga weiterhin auf Platz eins. Der Bulle lässt keine Wünsche offen, denn neben einer überragenden Milchmengenvererbung ist der Vererber auch ein Exterieurspezialist.

Schlei, der Rockstar-Sohn aus der bekannten Dauerleistungskuh Madonna, ist der Gewinner dieser Zuchtwertschätzung. Mit einem RZG von ebenfalls 137 bringt er das, was die Angler Milchviehhalter wollen: Mittelrahmige Laufstallkühe mit guten Beinen und Eutern. Schlei hat den höchsten Euterzuchtwert (126) im Angler-Angebot und verfügt dabei über längere Striche. Die Zahlen für Eutergesundheit sind mit RZS 136 überragend und Kalbeverlauf ist ebenfalls positiv. Schlei sollte an leistungsstarke Kühe zur Verbesserung der Milchinhaltsstoffe angepaart werden.

Der Bulle Sand ist durch die Blutführung Kandy x R Degn x Orraryd interessant gezogen. Als Milchmengenvererber gehört Sand auf jede Besamungskarte. Die etwas unterdurchschnittliche Melkbarkeit und die kürzeren Striche sollten bei der Anpaarung allerdings beachtet werden. Für Färsenbesamungen ist der Bulle nicht geeignet.

Twix der erste und einzige Nougat-Sohn hat nun seinen ersten RZG (123) auf Basis der töchtergeprüften Vererber bekommen. Eine solide Milchmenge bei hohen Inhaltstoffen passen in die Angler-Philosophie. Die Werte für Nutzungsdauer, Melkbarkeit und Fruchtbarkeit sind ebenfalls gut. Der geringere Zellzahlzuchtwert sollte bei der Anpaarung beachtet werden.

Sevillo, der VR Cigar-Sohn aus der bekannten Gunnarstorp-Tochter Lucille, hat nun über 250 Töchter in der Zuchtwertschätzung und konnte trotzdem die Milchmenge auf über + 500 kg steigern. Die Zahlen für das Exterieur sind mit 141 (Fundament 139) überragend, dieses hat die sehr einheitliche Töchtergruppe bereits vor über einem Jahr in Neumünster eindrucksvoll bewiesen. Sevillo vererbt harte Laufstallkühe. Bei der Anpaarung sollten die Melkbarkeit und die kürzeren Striche beachtet werden, zudem ist er leider nicht für Färsenbesamungen geeignet.

 

Genomic bringt Anglerzucht weiter nach vorne

An die Spitze der genomischen Angler-Jungbullen setzt sich der Neueinsteiger Zimt mit RZG 133. Zimt ist ein VR Vilperi-Sohn aus der bekannten Schaukuh Sudan, die mit Vlake bereits einen erfolgreichen Sohn im Besamungseinsatz hat. Zimt wird die Milchmenge verbessern, außerdem sind die Werte für Nutzungsdauer und Eutergesundheit sehr gut, leider ist er nicht färsentauglich. Neu im Angler-Angebot ist ab dem 1. Mai auch der Bulle Zukunft, der VR Wild- Sohn stammt aus der Nougat-Tochter Uranka, die im Januar 2020 auf der Schau in Neumünster eine Siegerschärpe erringen konnte. Zukunft hat einen RZG von 128 und weist durchweg positive Werte in den Sekundärmerkmalen auf.

Der VR Fanof P-Sohn Zitrus P liegt nun bei RZG 130, das Hornlosgen, sowie die Erwartungswerte für Nutzungsdauer und Eiweißgehalt lassen einen starken Einsatz vermuten. Vegas P geht über VR Flake P und VR Dalton auf die bekannte R Ascona-Tochter Irland zurück. Er ist ein Hornlosbulle der Spitzenklasse mit sehr guten Werten für Nutzungsdauer, Eutergesundheit und Fruchtbarkeit bei solider Leistungsvererbung mit etwas knappen Inhaltsstoffen.

Wotan kann sich weiter mit RZG 127 in der Spitzengruppe behaupten. Gute Euter und hohe Eiweißwerte zeichnen diesen Bullen aus. In der Nutzungsdauer gehört er zur Spitze des Angebotes. Wunder P ist der erste VR Guidett-Sohn im Rotviehprogramm. Nutzungsdauer, Eutergesundheit und Melkbarkeit sind seine Stärken, außerdem ist er aufgrund seiner Abstammung eine willkommene alternative im Hornlossegment. Wyk ist ein weiterer VR Viljar-Sohn und mit einem RZG von 125 ein guter Leistungsbulle. Im Exterieur erwarten wir Kühe mit viel Körper, guten Eutern mit langen Strichen. Die Sekundärmerkmale sind durchweg im positiven Bereich.

Voxy ist der einzige VR Redfox Sohn im Angler-Angebot und ein Halbbruder zu Vojens. Er geht über VR Dalton und R Haslev auf die Dauerleistungskuh Madonna zurück. Voxys Stärken liegen in der Milchmengenvererbung und in der Nutzungsdauer. Wallace ist ein VR Viljar-Sohn aus der Vollschwester von Pelle (R Degn). Zu erwarten sind starke Nachkommen mit breiten optimal geneigten Becken, guten Fundamenten und festangesetzten Eutern, wobei auch hier wieder die längeren Striche erwähnt werden sollen. Hinsichtlich der Sekundärmerkmale sind auch bei Wallace durchweg positive Werte zu verbuchen, zudem ist er gesext verfügbar.

Abgerundet wird das Angler-Bullenangebot der RSH zusätzlich durch die Austauschbullen aus dem Bullenprogramm vom Viking Genetics.

Stabile Zuchtwerte bei Rotbunt DN - Becks DN neuer Vererber!

In der Rasse Rotbunt DN haben sich die Zuchtwerte trotz einer Basisanpassung relativ konstant gehalten. Angeführt wird die Liste nach wie vor von Regus DN, der leistungsstarke, gut bemuskelte Nachkommen hinterlässt. Im RZG zulegen konnten Berio DN und Marne DN, hier vor allem bei der Milchmenge. Berio DN bringt die wirtschaftliche und langlebige DN-Kuh in die Bestände. Die Stärken von Marne DN liegen eindeutig im DN-Typ und im Körper, wofür auch sein Fleischleistungs-Zuchtwert spricht.

Als neuer Vererber wird Becks DN durch seinen Wiedereinsatz das Bullenangebot erweitern. Er ist ein Berus-Sohn aus dem bekannten Jolanda-Stamm, der bereits einige DN-Bullen für KB-Stationen geliefert hat. So ist zum Beispiel Molando DN der Vollbruder der Mutter von Becks DN, und auch Truck DN stammt aus dieser Familie. Die Töchter von Becks DN sind rahmige, gut bemuskelte Kühe, die in der Tendenz eher abfallende Becken aufweisen. Die Stärke im Exterieur liegt eindeutig im Fundament, vor allem Klauenwinkel, Hinterbeinstellung und Mobilität sind überdurchschnittlich. Becks DN bringt normale Kälber, ist aber nicht als Färsenbulle anzusehen.

Das Angebot runden Ronco DN und Roest DN ab, die ihre Stärken im Exterieur haben. Die bis jetzt besichtigten Kälber und Jungrinder dieser beiden Vererber sehen sehr gut aus.

Olpe DN war im letzten Jahr der meist eingesetzte DN-Bulle, was auf seine gelungene Nachzucht-Präsentation bei Neumünster am Abend zurückzuführen ist. Die Zuchtwerte halten sich sehr konstant. Insgesamt zeigt sich das Angebot im Rotbunt-DN-Bereich sehr vielfältig und es müsste für jeden DN-Züchter der passende Bulle gefunden werde.

Ingo Schnoor, Claus Peter Tordsen, Günter Koch