Kleines Angebot aufgrund des kurzen Auktionsturnus

Nachdem das Auktionsjahr der Rinderzucht Schleswig-Holstein (RSH) Mitte September mit einer belebten ersten Auktion nach der Pandemiepause wieder Fahrt aufnehmen konnte, folgte am 07. Oktober in sehr kurzem zeitlichen Intervall direkt die nächste Zuchtviehauktion in den Holstenhallen Neumünster. Durch die zum 01. Oktober 2021 gültigen weiteren Lockerungen der Corona-Schutzauflagen gab es zu dieser Auktion bei Einhaltung der 3G-Regel erstmals keine Personenbeschränkung mehr für Käufer und Zuschauer. Aufgrund der kurzen Abfolge der beiden Auktionen, und der für den 11. November 2021 geplanten großen Abendauktion kam nur ein kleines Auktionsangebot unter den Hammer von Auktionator Claus-Peter Tordsen. Von den insgesamt zwölf angebotenen Zuchtbullen der beiden Rasseabteilungen blieben leider einige im Überstand, während die dreizehn abgekalbten Färsen fast alle einen Käufer finden konnten.

Rotbunt-Angebot

Die aufgetriebenen vier rotbunten Bullen wurden alle gekört und gingen in die Versteigerung. Die Käufer boten nur sehr selektiv auf zwei der vier Bullen, die dann im Durchschnitt für 1.850 Euro zugeschlagen werden konnten. Der teuerste Bulle war mit einem Preis von 2.200 Euro gleich die erste Katalognummer (Nr.), „Zampoo“, der seinem neuen Besitzer ein großartiges genetisches Paket mit in den Stall bringt. Der von Jens Rohweder in Bendorf gezogene „Stick Red PP“-Sohn ist heterozygot hornlos, besitzt die Beta-Kasein Variante A2A2 und einen RZG von 148 bei einem RZM von 144. Die einzige Rotbunt-Färse der Auktion war eine „Urix“-Tochter von der Schütt Agrar GbR, die für 1.100 Euro zugeschlagen wurde.

Schwarzbunt-Rasseabteilung

Von den zwölf zur Körung vorgestellten Schwarzbuntbullen erhielten acht mit dem positiven Körurteil eine Zuchtzulassung. Auch hier boten die Käufer sehr selektiv, zeigten aber bei den begehrten Bullen durchaus Preisbereitschaft. Teuerster Bulle war mit der Nr. 17 „OFH Acres“, ein Sohn des RSH-Spitzenvererbers „Lavonte“ aus der Zucht von Hans Andresen in Böklund. Der quellige Bulle überzeugte mit 155 RZG und bei einem Nutzungsdauerzuchtwert von 129. Zudem stammt er aus GVO-freier Fütterung. Das war dem neuen Besitzer 2.200 Euro wert. Insgesamt wurden vier schwarzbunte Bullen zu einem Durchschnittspreis von 1.850 Euro zugeschlagen.

Die teuerste Färse der Auktion war eine Tochter des gerade im töchtergeprüften Einsatz erfolgreichen RSH-Vererber „Kontex“ aus der bekannten Zuchtstätte von Christian Fischer in Brunsbek. Sie überzeugte mit tollem Exterieur, was auch die „very good“-Bewertungen von Mutter und Großmutter untermauern. Sie wechselte für 1.800 Euro in einen Züchterstall im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Insgesamt wurden elf schwarzbunte Färsen zu einem Durchschnittspreis von 1.490 Euro zugeschlagen.

Die Rasseabteilung der Angler stellte zu dieser Auktion lediglich eine Färse für das Auktionsangebot. Die Nr. 31, „EG Windhuk“ aus der Zucht von Lorenz Engelbrecht, ist eine Tochter des jungen, töchtergeprüften RSH-Vererbers „Uran“ mit den für die Anglerrinder ganz typischen hohen Inhaltsstoffen auf der Mutterseite. Sie war dem Käufer aus dem Kreis Plön 1.500 Euro wert.

Abendauktion in Planung

Durch die immer weiter zunehmenden Erleichterungen der Auflagen zur Eindämmung der Corona-Pandemie plant die RSH turnusgemäß am 11. November eine Zuchtviehauktion in den Holstenhallen als Abendveranstaltung. Folglich findet die nächste Auktion für schwarz- und rotbunte Bullen sowie weibliche Tiere – nur BHV1-freie Tiere mit amtlicher Bescheinigung – am Donnerstag, den 11. November 2021 ab 18.00 Uhr in den Holstenhallen Neumünster statt. Wichtige Informationen zu den Zutrittsbeschränkungen und -regelungen finden Sie tagesaktuell vor der Auktion unter www.rsheg.de.

Text und Bild: Melanie Gockel, RSH eG