Zuchtviehauktion am 17.Dezember 2020

Spitzenpreise sorgen für einen tollen Jahresabschluss

Die letzte Zuchtviehauktion des Jahres 2020 fand am 17. Dezember in den Holstenhallen Neumünster statt. Durch ein ausgeklügeltes Hygienekonzept war es der Rinderzucht Schleswig-Holstein weiterhin möglich, diesen wichtigen lokalen Absatzmarkt für Zuchtbullen und Abgekalbte für die Mitglieder und Kunden offen zu halten. Das Angebot gestaltete sich nicht nur vielfältig, sondern war vor allen Dingen von extrem hoher Qualität. So führte Auktionator Claus Peter Tordsen durch eine lebhafte Auktion mit Spitzenpreisen, die sowohl den Verkäufern, aber auch den Bietern Freude bereitete. Bis auf zwei Bullen der Rotbuntabteilung konnten alle Tiere zu deutlich anziehenden Preisen zugeschlagen werden, so dass die Durchschnittspreise in beiden Rasseabteilungen sehr deutlich über dem Niveau der Vormonate lagen.

Rotbunte Färsen gefragt

Die Körkommission erteilte allen sechs in der Rasseabteilung der Red Holsteins aufgetriebenen Bullen ein positives Körurteil und somit die Zulassung für die Auktion. Die Käufer boten sehr qualitätsorientiert auf die Tiere und gleich zwei Bullen konnten für den Höchstpreis von 2.000 Euro zugeschlagen werden. Die Katalognummer (Nr.) 5, „Zanino“ von Joachim Postel aus Rastorf, ist ein quelliger, korrekter Sohn des „Crown Red“ aus einer „Attika“- Mutter, die durch über 13.000 kg Milch in der Spitze überzeugen konnte. Vom Milchhof Wesenberg stammte die Nr. 8, „Zadewan“, der mit soliden genomischen Zuchtwerten ebenso überzeugen konnte, wie mit Leistungen von über 13.000 kg Milch bei Großmutter und Mutter, die zudem mit 86 Punkten „very good“ bewertet ist. Insgesamt erlösten die rotbunten Bullen einen Durchschnittspreis von 1.650 Euro.

Wie das gesamte Auktionslot waren auch die rotbunten Färsen von allerbester Qualität, was die Käufer mit barer Münze belohnten. Teuerstes weibliches Tier war hier die Nr. 70, „Wollige“, von Karsten Kaack aus Ratzbek. In ihrem Pedigree findet sich neben „Aperol P“ auch der Exterieurvererber „Brekan“, beide bei der RSH in Schönböken auf Station. Der Hammer von Claus Peter Tordsen fiel für die schicke Rotbunte bei 2.300 Euro. Insgesamt erlösten die weiblichen rotbunten Tiere 1.743 Euro im Durchschnitt.

Schwarzbunte sorgen für Spitzenpreise

Von den acht zur Körung vorgestellten Schwarzbuntbullen wurden sechs aktuell zur Zucht zugelassen und gekört. Auch hier war durch das Interesse der Käufer deutlich abzulesen, dass hohe Qualität der Tiere, vor allem in Aufmachung und Exterieur, entscheidende Kriterien für die erfolgreiche Auktionsvermarktung sind. Mit 2.500 Euro teuerster schwarzbunter Bulle war die Nr. 32, „Zagro“, ein in edler, schwarzer Jacke gekleideter Sohn des RSH-Bullen „Slate RF“ aus einer mit 86 Punkten bewerteten „Dolph“-Mutter von Karsten Kaack aus Ratzbek. Sowohl Mutter als auch Großmutter können zudem mit Leistungen von über 12.000 Litern überzeugen. Der Durchschnittspreis der schwarzbunten Bullen lag bei 1.600 Euro, mit deutlichen Preisspitzen bei den qualitativ stärksten Tieren.

Die Auktion der weiblichen schwarzbunten Tiere verlief sehr schwungvoll, so dass der Hammer von Claus Peter Tordsen gleich mehrfach bei über 3.000 Euro auf das Auktionspult fiel, was zu einem exzellenten Durchschnittspreis von 2.050 Euro für die 13 abgekalbten Färsen führte. Preisspitze wurde die als letztes Tier in den Ring geführte Nr. 87, „Wien“, eine schicke, korrekte Messenger-Tochter von Söhnke Behnk aus Rethwisch mit überzeugenden Leistungen in der Kuhfamilie. Mit Messenger hat sie, wie viele weitere Offerten des Tages, einen RSH-Vererber zum Vater. Für 3.200 Euro bezieht sie, wie auch einige weitere Auktionstiere, nun ihren neuen Stall im nordwestlichen Mecklenburg. So auch die Nr. 78, „Winzerin“ vom Milchhof Wesenberg, die mit 3.000 Euro das zweitteuerste Tier der Auktion war.

Die RSH hofft weiterhin, auch unter den Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie, den Vermarktungsplatz Neumünster für Züchter und Kunden offenhalten zu können. Aufgrund dieser weitreichenden Einschränkungen findet die als Abendveranstaltung geplante Zuchtviehauktion am 28. Januar 2021 allerdings nur als Tagesveranstaltung statt.

Folglich findet die nächste Auktion für schwarz- und rotbunte Bullen sowie weibliche Tiere – nur BHV1-freie Tiere mit amtlicher Bescheinigung – am Donnerstag, den 28. Januar 2021 ab 09.30 Uhr in den Holstenhallen Neumünster statt. Wichtige Informationen zu den Zutrittsbeschränkungen und -regelungen, sowie zur persönlichen Registrierung zum Betreten des Auktionsgeländes finden Sie tagesaktuell vor der Auktion unter www.rsheg.de.

 

Melanie Gockel, RSH eG