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Zuchtprogramm - Konzept

- NOG Lanugo - erster pos. getesteter Vererber aus dem NOG-Zuchtprogramm
Parallel zu den eigenen konventionellen Zuchtprogrammen führen die Partner seit 1998 ein gemeinsamen Zuchtprogramm durch, um künftig 50% der zu prüfende Bullen daraus bereitzustellen. Positive Vererber aus diesem gemeinsamen Zuchtprogramm werden das Präfix „NOG“ tragen.
Schöpfen die konventionellen Zuchtprogramme der Partner aus der Welt-Holsteinpulation, fußt das NOG- Programm über sein Jungrinder- und Färsenspülprogramm auf der bodenständigen Population!
Aus den besten Kuhfamilien werden die interessantesten und exterieurstärksten Jungrinder angepaart, von denen über den konventionellen Embryotransfer (ET) und die In-vitro-Produktion von Embryonen (IVP) Nachkommen produziert werden. Die Selektion der Jungrinder erfolgt anhand einer Färsenvorschlagsliste, die vom Rechenzentrum in Verden (VIT) nach jeder Zuchtwertschätzung erstellt wird. Die Mindestbedingungen sind von der NOG vorgegeben.
Mit Hilfe dieser Färsenvorschlagslisten findet eine weitere Selektion der aufgelisteten Tiere statt, bei der über die Qualität des Pedigrees(z.B. Abstammung, Kuhfamilien, etc.) geurteilt wird.
Nach dieser Vorauswahl sind die verbliebenen Jungrinder auf den Betrieben zu besichtigen und ihrem Exterieur nach zu beurteilen. Dabei wird entschieden, ob sie den hohen Anforderungen der NOG entsprechen und sich für das Zuchtprogramm der NOG qualifizieren.
Da das Arbeiten mit Jungrindern mit einem gewissen Risiko verbunden ist, welches letztendlich der Züchter zu tragen hat, muss die Selektion sehr gewissenhaft durchgeführt werden. Dafür spricht auch das Selektionsverhältnis von derzeit 1:15, d.h. von ca. 3000 Jungrindern, die jährlich auf den Färsenvorschlagslisten erscheinen, können sich nur knapp 200 Rinder für das NOG-Zuchtprogramm qualifizieren.
Dieses intensive Jungrinderzuchtprogramm ergänzt die NOG seit April 2001 durch eine stationäre Bullenmutterprüfung, um die abgekalbten Färsen in einer Herde unter einheitlichen und praxisüblichen Bedingungen, im direkten Vergleich zueinander zu testen. Damit wird der Einfluss der unterschiedlichsten Managementsysteme und Rahmbedingungen einzelner Betriebe auf die Milchleistung der potentiellen Bullenmütter ausgeschlossen.

Rinderzucht Schleswig-Holstein eG |